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    January 20

    Urlaubswitze

    Bei einem Flug über den Atlantik fallen plötzlich sämtliche Triebwerke aus. Dem Piloten gelingt es, das Flugzeug auf dem Wasser aufzusetzen. "Keine Panik!" kommt die Durchsage an die Passagiere. "Verlassen Sie bitte in Ruhe das Flugzeug, das sich nur langsam mit Wasser füllen wird. Das Meer ist im Augenblick sehr ruhig. Leider mussten wir feststellen, daß sich keine Schwimmwesten an Bord befinden. Wir dürfen uns deshalb an dieser Stelle von den Nichtschwimmern verabschieden und wünschen den anderen Passagieren eine angenehme Weiterreise!" 

    Was sagt der Wirbelsturm zur Kokosnusspalme...? - Halt deine Nüsse fest, jetz werd ich dir mal so richtig einen blasen!

    Ein Urlauber aus Europa steht gedankenverloren am Tresen eines Schnellrestaurants in New York. Die Bedienung freundlich: "Chicken, Mr?" Daraufhin der Gast: "No, ich esse hier."

    "Mein Teller ist ganz feucht", beschwerte sich der Reisende im Luxushotel. "Sei doch ruhig", flüsterte seine Frau, "das ist doch schon die Suppe!"

    Leo ist furchtbar schüchtern. Als er in einem Hotel einen Lift besteigt, fragt ihn der Liftboy: "Welches Stockwerk?" Flüstert Leo: "Vierter Stock, falls es für Sie kein Umweg ist."

     Die Reisegruppe besucht das Heimatmuseum. "Und jetzt",erklärt der Reiseführer, "betreten Sie die Wohnstube einer armen Bauernfamilie. "Von wegen arm", ruft einer aus der Gruppe, "schauen Sie sich doch nur die vielen Antiquitäten an."

     Krauses kämpfen beim Zelten ständig gegen Mücken. Als es dunkel wird, kommen ein paar Glühwürmchen angeflogen. "Bloß weg!" sagt Krause, "jetzt suchen uns die Biester schon mit Taschenlampen!"

    January 08

    Essen bei Mc Donalds

    Autofahren macht Spaß.

     Essen auch. Am meisten Spaß macht Essen im Auto! Deswegen besitze ich diese erhöhte Affinität zu Drive-In-Schaltern, speziell in meinem Lieblings-Fast-Food-Restaurant. Das Vergnügen an dieser Self-Service-Version des Essens auf Rädern wird allerdings erheblich durch die Qualität der Gegensprechanlage gemindert.

     Gegensprechanlage? Meiner Überzeugung nach hat sie diesen Namen deshalb bekommen, weil sie völlig gegen das Sprechen ausgelegt ist.

     "Hiere Bechelun hippe!" knarzt es mir aus dem Lautsprecher entgegen - sounds like Schellackplatte. Aus Erfahrung allerdings weiß ich, dass sich die Stimme (männlich? weiblich?... wohl eher männlich!?) am anderen Ende dieses Dosentelefons soeben nach meiner Bestellung erkundigt hat.

    Jetzt einfach bestellen wäre mir zu langweilig.

     Demzufolge stelle ich zunächst eine Frage: "Haben Sie etwas vom Huhn?" Aus dem Lautsprecher ertönt ein schwer verständliches Wort, das aber eindeutig mit "...icken" endet. Ich antworte: "Später vielleicht, zunächst möchte ich etwas essen." Etwas lauter tönt es zurück: "SCHICKEN!" Ich kann es mir nicht verkneifen: "Nein, ich würde es gleich selbst abholen."

     Eine kurze Pause entsteht, ich stelle mir belustigt die genervte Visage des McKnecht vor. Als die Sprechpause zu lang zu werden droht sage ich: "Ach so, Sie meinen Chicken! Nö, lieber doch nicht. Haben Sie vielleicht Presskuh mit Tomatentunke in Röstbrötchen?" "Hamburger?" fragt mein unsichtbares Gegenüber zurück. Der Wahrheit entsprechend erwidere ich: "Nein, ich bin von hier. Aber hat das denn Einfluß auf meine Bestellung?" "Wol-len Sie ei-nen H-a-m-b-u-r-g-e-r?" "Jetzt beruhigen Sie sich mal! Ja, ich nehme einen."

    "Schieß?" "Stimmt, hatte ich nach meiner letzten Mahlzeit hier. Mittlerweile ist meine Darmflora allerdings wieder wohlauf, ich denke, ich kann es erneut riskieren."

     Der Stimminhaber beginnt mir ein wenig leid zu tun. Er kann ja nichts für den Job. Aber ich ja auch nicht ... "Ob Sie KÄÄÄSE auf dem Hamburger möchten!?" "Ahja, gern. Ich nehme einen mittelalten Pyrenäen-Bergkäse, nicht zu dick geschnitten, von einer Seite leicht angeschmolzen."

     Ob die nächste Ansage aus dem Lautsprecher "Sicher doch" oder "A...loch" lautet, kann ich nicht exakt heraushören.

     Deutlicher jedoch erklingt nun: "Was dazu?" "Doch, ja. Ich hätte gerne diese gesalzenen fritierten Kartoffelstäbchen." "Also Pommes?" "Von mir aus auch die." "Groß, mittel, klein?" "Gemischt. Und zwar jeweils genau zu einem Drittel große, mittlere und kleine."

    "WOLLEN SIE MICH EIGENTLICH VERARSCHEN?" Diese, wiederum sehr laut formulierte Frage, verstehe ich klar und deutlich. Sie verlangt eine ehrliche Antwort: "Falls das die Bedingung ist, hier etwas zum essen zu bekommen: Ja.

     Also: Machen wir weiter?" Die Stimme schnauft kurz und fragt: "Gut, gut. Etwas zu den Pommes?" "Ein schönes Entrecôte, blutig, und ein Glas 1996er Spätburgunder, bitte." "ICH KOMM DIR GLEICH RAUS UND GEB DIR BLUTIG!!!" "Machen Sie das, aber verschütten Sie dabei bitte nicht den Wein."

    "Schluß jetzt, Schalter zwei, vier Euro fünfzehn!"

    Schon vorbei. Gerade, als es anfängt, lustig zu werden. Aber ich habe noch ein As im Ärmel. Ich zahle mit einem 200-Euro-Schein. "Tut mir leid, aber ich hab's nicht größer." PIEP! ... Freundlich werde ich ausgekontert: "Kein Problem." Mit kaltem Blick lässt ein bemützter Herr mein Wechselgeld auf den Stahltresen klappern.

    Nicht mit mir, Freundchen! Ich will den Triumph! Zeit also für's Finale: "Kann ich bitte eine Quittung bekommen?", frage ich überfreundlich. "Ist ein Geschäftsessen!"

    January 02

    Katzenknigge

    Mahlzeiten
     
    1. Fresse niemals aus deinem Napf, wenn du Essen vom Tisch klauen kannst.
    2. Trinke niemals aus deiner Wasserschüssel, wenn irgendwo ein Glas Wasser - oder besser noch Milch -      steht.
    3. Jammere niemals vor Hunger bevor dein Mensch das Futter aus dem Schrank nimmt. Jammere dann   aber so laut, als ob du seit Wochen nichts mehr zu fressen bekommen hättest!
    4. Hast du etwas bekommen, ignoriere es erst einmal.
    5. Bevor du dich zum Fressen entschließt, verteile erst einmal ein paar Happen vor deinem Napf.
     
     Wenn Besuch kommt
     
    1. Suche dir einen bequemen Schoß aus, aber achte auf einen guten Kontrast zu deiner Fellfarbe. Eine weiße Katze sollte sich auf einen dunklen Schoß setzen.
    2. Begleite Gäste immer auf die Toilette und wache darüber, dass keine Türe geschlossen wird. Wenn sie doch geschlossen wird, miaue laut.
    3. Krabble grundsätzlich in die vom Gast mitgebrachten Taschen und durchsuche sie gründlich. Der Gast wird sich noch Wochen über die hinterlassenen Haare freuen.
     
     Umgang mit Türen
     
    1. Toleriere keine geschlossenen Türen! Kratze und schabe daran! Wenn dein Mensch die Tür öffnet, solltest du erst mal nicht durchgehen.
    2. Eine Ausnahme ist natürlich die Tür nach draussen. Wenn sie geöffnet wird, stelle dich auf die Schwelle, halb drinnen, halb draussen und denke erst mal nach, ob du rein oder raus willst. Dieses gründliche Überlegen ist besonders wichtig an sehr heißen und sehr kalten Tagen und natürlich in der Mückensaison.
    3. Gläserne Terrassentüren kannst du besonders bei Regen mit hübschen Pfotenmustern versehen. Dein Mensch wird sich darüber freuen.
     
     Wäsche/Hygiene
     
    1. Setze dich niemals in den Wäschekorb mit dreckiger Wäsche, sondern warte bis alles sauber ist und noch schön warm vom Trockner. Sehr zu empfehlen bei Handtüchern.
    .2. Wenn es dir nicht gefällt, was er tut, scharre alles wieder auseinander.
    3. Bettbezüge und Laken müssen angegriffen und gebissen werden um sie gefügig zu machen.
    4. Achte bei deinem Nickerchen darauf pünktlich aufzustehen, wenn dein Mensch fertig geputzt hat und der Boden noch schön nass ist. So hinterlässt du wunderschöne Muster auf der Erde.
    5. Gehe den ganzen Tag nicht ins Katzenklo, damit noch genügend übrig ist, um dann ins frisch gereinigte zu pieseln.
     
     Übelkeit
     
    1. Wenn dir übel wird, übergib dich. Wenn du nicht schon im Bett bist, versuche schnellstens da hin zu kommen.
    2. Falls die Zeit nicht reicht, versuche auf den Teppichboden zu kommen. Ein Sessel oder das Sofa würden es allerdings auch tun.
     
     Zusammenleben mit dem Menschen
     
    1. Regel Nummer 1 ist: Setze dich niemals zu einem Menschen, der nichts tut, sondern immer zu einem der sehr beschäftigt ist.
     
    2. Begrüße unbedingt deinen Menschen besonders aufmerksam, wenn er mit vollen Tüten vom Einkaufen kommt. Schleiche ihm um die Füsse und beachte seine grazilen Versuche, dich nicht zu treten.
    3. Ist dir langweilig, weil dein Mensch sich nicht genügend mit dir beschäft, laufe ihm um die Beine. Sollte das nichts nützen, lauere ihm von einem Schrank oder ähnlichem auf und springe ihn an, sobald er vorbei kommt. Wenn du Gefahr läufst abzurutschen, fahre deine Krallen aus.
     
    Computerarbeit
     
    1. Wenn dein Mensch dich nicht beachtet weil er am Computer sitzt, lege dich quer auf die Tastatur.
    2.Beachte genau ob der Papiereinzug des Druckers richtig funktioniert. Notfalls arbeite mit der Pfote daran. 3. Sollte dein Mensch dich noch immer nicht beachten, werfe Stifte und sonstige kleine Teile vom Schreibtisch. 4. Wenn das Telefon klingelt und dein Mensch den Computer verläßt, lauf mit schnellen Schritten über die Tastatur. Du wirst staunen, was du alles auf dem Bildschirm zu sehen bekommst.
    5. Dein Mensch ist sparsam, unterstütze ihn dabei. Ziehe den Stecker aus der Dose, egal ob dein Mensch gerade am downloaden ist. Das spart unnötige Onlinekosten.
     
    Umgang mit Zimmerpflanzen
     
    1. Sollte eine neue Pflanze ins Haus geholt werden, knabbere erst mal an den Blättern. Versuche den Topf als Katzenklo zu benutzen. Sollte die Pflanze das nicht überstehen, war sie es sowieso nicht wert.
     
    Allgemeine Regeln
     
    1. Denke daran, eine gute Katze ist immer ausgeruht. Also verschlafe aus diesem Grund den Tag, damit du nachts fit bist.
    2. Spaziere nie auf Tischen und Schränken herum, wenn es dir erlaubt ist.
    3. Wenn du diese Regeln befolgst, ist ein Zusammenleben mit deinem Menschen nochmal so schön.
     
    Übrigens: Grüße ihn recht herzlich von mir!